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Einsatzleitwagen (ELW1)

Funkrufname:
RK WHL 1 ELW1-1
früher: Rotkreuz Oberberg 12/11/01

Fahrzeugdaten:
Hersteller:  Mercedes-Benz
Modell:        Sprinter 311 CDI
Motor:          CommonRail-Diesel mit Turbolader und Ladeluftkühler
Hubraum:   2148 ccm
Leistung:    109 PS
Getriebe:     SprintShift Schaltautomatik
Baujahr:      2001

Sondersignalanlage:
Wandel & Goltermann TOPas 180 mit Xenon-Doppelblitz
3. RKL: Hänsch Nova mit Xenon-Doppelblitz

Ausstattung:
Analog-Funk:

  • 4m-Funkgerät: 1x Bosch FuG-8b mit zweiter Sprechstelle
  • 2m-Funkgerät: 1x Wetech Aktivladehalterung mit Dachantenne für Motorola GP900

Tetra-Digitalfunk:

  • 1x Motorola MRT MTM800 FuG mit zwei Bedienhandapparaten
  • 1x Motorola HRT MTP850 FuG mit passiver Ladehalterung

Weitere Kommunikationsmittel und Ausstattungen:

  • Teltonika RUT950 Router mit Dachantenne für GSM/UMTS/LTE sowie WLAN
  • VoIP-Telefon
  • Laptop mit Software für Textverarbeitung, Einsatzdokumentation und -organisation
  • TFT-Monitor zur Erweiterung des Laptop-Bildschirms oder als TV-Bildschirm
  • Satelliten-Receiver und -Antenne
  • 4in1-Multifunktionsdrucker
  • Magnetpinnwand mit Taktischer Arbeitstafel im A1-Format
  • Kiste mit verschiedenen Büromitteln
  • Koffer mit Taktischen Zeichen zur Lagedarstellung

Sonstige Ausstattung:

  • Notstromaggregat für autarken Betrieb des ELW
  • Kraftstoffkanister
  • Leitungsroller, 50m
  • Teleskop-Stativ, 4,50m
  • Scheinwerferbrücke
  • Rote Blitzleuchte
  • Faltzelt

Geschichte:Das Fahrzeug wurde 2001 durch BINZ als Gruppenkraftwagen für die Polizei Brandenburg ausgebaut. Dabei erhielt der Sprinter bruchsichere Scheiben hinten und seitlich, die Windschutzscheibe wurde vergittert. Außerdem bekam er eine Mittelkonsole mit Aktivladehalterung und Dachantenne für 2-Meter-Funk sowie eine Ladehalterung für eine MagLite. Nach einigen Jahren wurde das Fahrzeug verkauft und von einem Händler erworben, der das Fahrzeug zum Transport von Material nutzte. Im Frühjahr 2008 kauften wir das Fahrzeug, rüsteten es mit Sondersignalanlage und neuen Sitzen im Fond aus um es für unsere Zwecke im Ortsverein optimal nutzen zu können. Der Sprinter löste den VW T3 ab, der bis dato bei uns eingesetzt war. 2015 wurde das Fahrzeug durch einen heraussnehmbaren Schrank und Tisch erweitert. Bemühungen des Vorsitzenden um weitere finanzielle Mittel und viel Eigenarbeit eines Helfers ermöglichten im Jahr 2017 einen weiteren Ausbau des Fahrzeugs mit aufwendiger Informations- und Kommunikationstechnik.

So ist das Fahrzeug nun mit einem eigenen Laptop ausgestattet auf dem die Einsatzdokumentation und Lagedarstellung möglich ist. Durch einen fest verbauten Router kann via GSM, UMTS sowie LTE eine Verbindung mit dem Internet hergestellt werden. Desweiteren kann über die Dachantenne eine Verbindung mit einem bestehenden WLAN hergestellt oder eine Internetverbindung per Kabel aufgebaut werden.
Als weitere Kommunikationsebene dient neben den verbauten Funkgeräten auch ein VoIP-Telefon.
Zur Informationsgewinnung steht auch ein eingebauter DVB-S-Receiver mit mobiler Satellitenschüssel zur Verfügung. Das TV-Bild kann auf einem TFT-Monitor dargestellt werden. Mittels Umschalter kann auch der Bildschirm des Laptops auf diesen erweitert werden. Der Monitor ist nach außen schwenkbar um Kräfteübersichten, Karten oder sonstiges für Lagebesprechungen darstellen zu können.
Am Himmel wurde eine LED-Beleuchtung installiert die in Farbe und Helligkeit verstellt werden kann um beispielsweise auf Anfahrt zum Einsatzort bereits effektiv arbeiten zu können ohne den Fahrer zu stören. Neben dem Arbeitstisch ist eine Magnettafel angebracht auf der die Taktische Arbeitstafel des IdF NRW aufgeklebt ist. Für die Lagedarstellung ist ein Koffer mit taktischen Zeichen im ELW zu finden. Auch eine rote Blitzleuchte kann auf einem Teleskopstab am Fahrzeug angebracht werden. Die nähere Umgebung des Fahrzeugs kann mittels Scheinwerferbrücke auf einem 4,50 Meter hohen Teleskop-Stativ ausgeleuchtet werden. Ein Faltzelt wird mitgeführt um kleinere Einsatzbesprechungen im Trockenen durchführen zu können.

Das Fahrzeug ist über viele Stunden autark einsatzfähig. Alle Geräte, mit Ausnahme des Laserdruckers sind über eine Zusatzbatterie im Fahrzeug betrieben. Wird eine Verwendung des Druckers nötig kann ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz durch Außensteckdose durchgeführt werden. Ist dies nicht möglich kann man auch die mitgeführte Netzersatzanlage in Betrieb genommen werden. Der 50m-Leitungsroller sorgt für eine gemäßigte Lautstärke durch hohe Entfernung des Aggregats oder für erhöhte Reichweite des Anschlusses an das öffentliche Stromnetz.
Somit ist endlich ein adäqater Einsatz als Führungsfahrzeug für die Einsatzeinheit möglich.